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Warum ich jetzt wo meine Kamera eine Isoautomatik hat diese nicht mehr brauche!

Dieses Thema im Forum "Allgemeines" wurde erstellt von zoz, 14. Dezember 2013.

  1. zoz

    zoz Moderator

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    Bzw. warum ich überhaupt keine hohen Isos an der Kamera mehr einstellen muss, sondern die Aufnahme eben lieber unterbelichte.

    Die Aufnahme hinterher im RAW-Konverter zu pushen bringt genau so gute Ergebnisse wie wenn man (oder die Automatik) die Isos rauf dreht, aber man läuft nicht Gefahr die Bilder irgend wo über zu belichten, wenn man das nicht tut.

    Hier mal ein Beispiel, erst die Übersicht:
    Iso6400vs800pushÜbersicht.jpg
    Und 100% Crops vom RAW
    Iso6400vs800push.jpg

    RAW Konverter war PhotoNinja mit der Standard Einstellung beim Farbrauschen, Luminanzrauschfilter war aus.

    Deswegen stelle ich die Kamera bei schlechtem Licht jetzt meistens auf Iso800 oder Iso1600 wähle manuell eine Belichtungszeit/Blende Kombination die meinen Bedürnissen entspricht aber eher knapp ist und passe dann die Belichtung im RAW-Konverter an.
     
    #1 zoz, 14. Dezember 2013
    Zuletzt bearbeitet: 14. Dezember 2013
  2. JBM

    JBM Aktiver canikon

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    Hi Steffen,

    vielen Dank für den interessanten Beitrag. Du bist ja immer mal wieder an diesem und verwandten Themen dran (ich erinnere mich an deinen Beitrag zum Thema Dynamik - ISO-Einstellung im Vergleich verschiedener Sensor-Generationen ...).
    Bei Gelegenheit werde ich das mit meinem guten Stück (Nikons D600 und RAW-Verarbeitung mit Adobe CS6) auch mal testen. Dass es keine wesentlichen Unterschiede gibt, habe ich aufgrund eher zufälliger Erfahrungen (z.B. weil ich mal verpennt hatte, den Blitz einzuschalten, oder auch bei Ausbleiben des Blitzes bei schnelleren Aufnahmefolgen ...) auch schon geahnt. Allerdings habe ich das nie mal systematisch untersucht.

    Trifft deine Erkenntnis auf alle deine Kameras zu? Bzw. aus welcher stammen die Testaufnahmen dieses Freds?

    Viele Grüße

    Jürgen
     
  3. zoz

    zoz Moderator

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    Ganz vergessen... die Kamera hier war die Fuji X-Pro1. Dass es bei fast allen Kameras eine Isostufe gibt ab der es (mindestens) genau so gut ist nachher zu puschen hatte ich vor langem mit der 50D schon mal festgestellt.
    Habe es aber irgendwie wieder vergessen und es ist mir jetzt erst mit der Isoautomatik erst wieder ins Gedächtnis gerückt.
    Da die Fuji X-Trans Sensoren noch nicht in bei DXO gelistet sind kann man da leider nicht nachgucken wo die Schwelle liegt. Bei den meisten anderen Kameras geht das aber.
     
  4. Schnipschnapp

    Schnipschnapp Aktiver canikon

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    Toller Beitrag.



    Als Nikon-Nutzer bin darauf besonders gespannt.

    Gruß
    Holger
     
  5. zoz

    zoz Moderator

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    Wenn ich mir die Kurve bei DXO anschaue so verliert die D600 ab iso200 mit jeder Isostufe auch fast eine Stufe an Dynamik.
    Deshalb sollte das da ganz genau so sein.
     
  6. gallus

    gallus Aktiver canikon

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    Hallo Steffen,ist mir des öfteren genau so wie Jürgen passiert. Im Eifer des Gefechtes ein Bild unterbelichtet. Am RAW Konverter trotzdem ein gutes Ergebnis erarbeitet. Ist mir auch lieber so als wenn die Bilder ausbrennen. Bewußt hab ich es aber noch nie gemacht. Aber es bringt was. Gruß.Uwe
     
  7. escho

    escho canikon Legende

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    Servus

    Ich belichte eher nach dem Motto "exposure to the right".

    Und warum?. Na ja, ich hab eine Canon EOS600D und da ist eine Unterbelichtung, wenn die ISOs schon ein bißchen höher sind (800, das ist bei meiner Kamera schon sehr hoch), tödlich. Das nachträgliche Hochdrehen der Belichtung bringt in den dunklen Stellen eine Menge Rauschen zu Tage, das ich dann nachträglich, zusammen mit netten Details, entfernen muß.
    Wenn es also nicht so sehr eilt und ich die Kamera auf M stehen habe und damit sowieso alles manuell einstelle, dann belichte ich, wenn möglich, an die rechte Grenze des Histogramms und sogar ein klein wenig darüber hinaus.

    Ist es eilig, zurre ich die ISO auf einem niedrigen Wert fest und handle nach dem Motto von Steffen: Lieber unterbelichten, als das Bild wegen vieler ausgebrannter Stellen wegwerden zu müssen.

    Hier ein netter Link zu diesem "exposure to the right":
    Expose Right

    Edgar
     
  8. zoz

    zoz Moderator

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    Das tue ich in der Regel auch. Hat aber mit dem hier beschriebenen imho nur am Rande zu tun.
    Das hier beschriebene nutzt eigentlich in Low Light Situationen wo man die größt mögliche Blende mit der längst möglichen Zeit wählt um eben die Iso so niedrig wie eben möglich zu halten.
    Dieses wäre eigentlich die ideale Situation für eine Iso Automatik in Kombination M-Modus.
    Leider geht das bei vielen Kameras nicht oder nur mit Einschränkungen.
    Das Beispiel zeigt aber das man das gar nicht braucht. Man wählt einfach die in der Situation in frage kommende niedrigsten Isos (z.B. 800 oder 1600) Das führt dann zwangsläufig zu unterbelichteten Bildern, die man dann im RAW Konverter pushen kann. Die Ergebnisse sind deshalb nicht schlechter als wenn die Automatik die Isos hoch gedreht hätte. Eher im Gegenteil in der einen oder anderen Situation rettet dieses Verfahren einem die Lichter die mit hoch gedrehten Isos ausgefressen wären.
     
  9. Bettina

    Bettina Aktiver canikon

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    Hallo ihr Lieben,

    war ewig nicht im Forum und habe wegen der "Likes" gleich diesen Thread entdeckt. Da ich ja auch nur RAWs mache und seit nunmehr drei Jahren mit den netteren Gerätschaften von Canon unterwegs bin (1DIII, 1DIV und nun seit 1 1/2 Jahren 5DIII), halte ich es bei wenig Licht schon länger so, dass ich meine Blenden- und Zeitkombi wähle und im Zweifelsfall die ISO händisch so niedrig halte, dass ich erst beim Konvertieren die Belichtung hochkorrigiere. Liegt wohl auch daran, dass ich nicht immer ein Stativ dabei habe bzw. dieses bei bewegten Motiven ja nichts nützt - da braucht man halt v.a. die kürzere Zeit.

    Dass die Fuji X-Pro1 das auch so gut hinbekommt (in dem ISO-Bereich), gefällt mir. Denn das wäre - wenns denn so weit käme - meine nächste Neuanschaffung.

    Grüßle
    von der Bettina.