1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen

Den Blick mal weiter fassen - Weitwinkel- und Panorama-Fotografie mit big-L und Piet

Dieses Thema im Forum "Fotografie/Bilder" wurde erstellt von MadDog J, 4. Oktober 2009.

  1. MadDog J

    MadDog J Live Performance Artist

    Registriert seit:
    29. September 2006
    Beiträge:
    2.490
    Zustimmungen:
    33
    [​IMG]

    MadDogJ hat wieder zugeschlagen, und weitsichtiges Interview geführt.

    Den Blick mal weiter fassen - Weitwinkel- und Panorama-Fotografie mit big-L und Piet

    Und schon gehts los:

    MadDog J: Hallo Piet, hallo big-L, ich sehe immer gern mit Abstand auf Dinge zurück und frage mich, wovon bin ich auch noch nach Wochen/Jahren beeindruckt. Ihr seid mit zwei Arbeiten "verhaltensauffällig" geworden. big-L Deine Panorama Fotos (http://www.canikon.de/sonstiges/56-...de-licht-der-beleuchtungs-fred-3.html#post501) und Piet Deine shots aus München (http://www.canikon.de/sonstiges/56-...e-licht-der-beleuchtungs-fred-7.html#post1103). Das sind Bilder die nachhaltig bei mir hängen geblieben sind. Lasst uns mal über die weite Sicht der Dinge reden. Könnt Ihr Euch an die shots der Bildern erinnern?

    Piet: Ich war zu der Zeit bei Mark in Augsburg zu Besuch. Natürlich geht so ein canikon Admin Treffen nicht von statten, ohne zur Kamera zu greifen. Die BMW- Welt in München drängte sich förmlich auf, da wir uns ,irgendwie‘ auf Nachtaufnahmen geeinigt hatten *lacht*. Ich will aber ehrlich sein, kurzum, wir haben wieder viel zu lange über Verbesserungen und Neuigkeiten rund um canikon gequatscht. Insbesondere die Schwierigkeit, zu so später Stunde noch ohne Grappa auszuharren, ist uns unfassbar schwer gefallen!
    Die BMW- Welt ist sehr Fotografen- freundlich. Es hat uns niemand daran gehindert, unsere Stative aufzubauen und Langzeitbelichtungen zu fotografieren. Das ist leider keine Selbstverständlichkeit. Ich möchte dort auf jeden Fall noch einmal hin. So ein, zwei Ideen hätte ich noch...
    big-L: Uihuihui, das ja schon ne Weile her und ich kann mich nur schwach daran erinnern, aber es war ein schöner Abend zusammen mit einem Freund hinter dem Stativ zu stehen und den vorbeigehenden Menschen auf die Frage „auf was warten Sie denn?“ zu antworten: „Das das Licht endlich weggeht!“. Die Blicke der vorbeilaufenden Passanten war grandios auf diesen Spruch und genau diese Erinnerung habe ich an diesen schönen Abend. Entspannt mit Kumpels Fotos machen ...


    MadDog J: Da fällt mir immer eins auf. In jedem Cam-Bundle gibt’s meist ein Objektiv 2x-50/70 also Weitwinkel bis Portrait. Damit wäre der Urlaubsknips gesichert … harharhar. Aber So richtig "Weitwinkel" … mit Absicht, da ist immer noch ein wenig mehr. Was bedeutet für Euch Motiv Wahl für Weitwinkel. big-L, wo und wie setzt Du zum Beispiel den "zentralen Punkt" eines Panoramas?

    big-L: Die technischen Details werden hier meines Erachtens (und früher sah ich das 180Grad anders) völlig überschätzt. Gerade bei Panos wo man sehr oft mit Blende 8 bis 16 Aktiv ist sind auch die wirklich günstigen Objektive sehr gut einsetzbar. Auch Panos aus der Hand sind mit etwas Übung und dem Einsatz einer guten (gut muss in diesem Falle nicht teuer sein) Stitching Software sehr gut möglich. Erst wenn im absoluten Vordergrund Gegenstände wie Mauerwerk oder Geländer im Bild sind ist die beachtung des Nodalpunktes und der Einsatz eines Nodalpunktpanoadapters (cooles Galgenmännchenwort) auf dem Stativ wichtig. An einer Fullframe / Vollformatkamera ist ein 24mm oder noch besser ein 16/17mm Objektiv schon eine feine Sache. Viele User setzen Fisheye´s mit 8 oder 15mm ein. Ich bin mit denen nie wirklich warmgeworden und habe sie immer wieder so schnell verkauft wie ich sie gekauft habe. Heute an der Nikon D3 ist mein 17-35 2.8 meine liebste Linse für Panos, wobei ich echt sagen muss das Panos ziemlich in der Prio bei mir nach hinten gerutscht sind. Aber wenn ich ein Pano machen darf für einen Kunden dann mit dem 17mm meistens. Als Nodalpunktadapter setzte ich auf das Novoflex VR System – etwas angepasst mit RRS Teilen aus den USA. Aber auch hier gilt eher das Motiv und die Bearbeitung als die verwendeten Teile der Fototechnik.

    MadDog J: Piet, wie setzt Du das um, Idee … Standort … Equipement Wahl - z.B. am Rathausbeispiel (http://gallery.canikon.de/data/557/...-2009-01-16-_MG_7695_6_7_8_9_tonemapped.jpg)?

    Piet: Das neue Rathaus in Hannover ist ein sehr imposantes Gebäude. Ich hatte schon längere Zeit an Nachtaufnahmen rumprobiert, aber das Ergebnis war mehr schlecht als Recht. Die ersten Aufnahmen des Rathauses habe ich aus der Perspektive tagsüber im Vorübergehen gemacht. Da war schnell klar, dass ich in jedem Fall eine Vollformatkamera und das 17-40mm mitnehmen muss, um das Rathaus in Gänze draufzubekommen. Ich kann mich noch gut an die Aufnahmen erinnern. Es war eine ar***kalte, aber sehr klare Nacht im Januar und ich dachte, dass ich die Idee nun endlich mal zu Ende führen muss, auch wenn mir hier die Finger abfrieren - und Teufel noch mal, sie SIND mir abgefroren. Ich habe insgesamt rund 40 Aufnahmen aus der Perspektive in Langzeitbelichtung in unterschiedlichen Belichtungszeiten erstellt und davon rund 10 Aufnahmen für das Tonemapping verwendet. Aber das sind nicht die einzigen Aufnahmen, die an diesem Abend entstanden. Auch die Rückseite des neuen Rathauses habe ich abgelichtet (http://gallery.canikon.de/data/557/...-01-16-_MG_7706_07_08_09_10_11_tonemapped.jpg), sowie das, auch gerne „Gehirn“, oder „Sami-Tempel“, genannte, International Neuroscience Institut (http://gallery.canikon.de/data/557/...PH-2009-01-16-_MG_7675_6_7_8_9_tonemapped.jpg). Leider ist die Rückseite etwas verzeichnet, da muss ich noch mal ran *grinst*. So ist es halt, wir Fotografen sind Perfektionisten, oder?

    MadDog J: Die Frage muss kommen, Eure "muss ich dabei haben" Technik bei einer Weitwinkel Foto Idee?

    Piet: Du glaubst gar nicht, wie lange ich schon mit mir hadere, dass 16-35mm 2.8er von Canon zu kaufen. Aber ehrlich, ich bin absolut zufrieden mit dem, was ich derzeit im Einsatz habe. Ich setze derzeit nur noch das 17-40mm 4.0 und das 28-70mm 2.8 von Canon ein. Beide natürlich für Architekturaufnahmen, ersteres für Panoramaaufnahmen. Wobei das 17-40 eindeutig stärker frequentiert ist, wenn ich durch die Straßen ziehe. Es ist schnell, leicht und wendig. In so fern stellt sich die Frage nicht, denn das 17-40mm ist immer mit dabei. Auch ein Polfilter darf nicht fehlen, um mögliche Spiegelungen zu reduzieren. Mein Stativ liegt ebenfalls immer im Kofferraum,, um bei Bedarf darauf zurückgreifen zu können. Wenngleich ich es tagsüber draußen eigentlich nie benutze, bei Nachtaufnahmen stellt sich natürlich die Frage nicht. Ich fotografiere gerne Freihand und schnell. Ebenfalls immer dabei ist mein Fotorucksack im Kofferraum, um den restlichen Krempel zu verstauen. Als kleines Marschgepäck geht aber die kleine Crumpler mit.
    big-L: Na ja, wenns Weitwinkel sein soll – dann eben eins mit starkem Weitwinkel. Mein „weitestes“ ist ein 17-35 2.8 AF-S von Nikon. Und 17mm an einer FF Cam sit schon recht weitwinklig – oft ist Bauch, Fuß oder irgendwas anderes im Bild was da gar nicht hingehört. Auf der großen „Noch zu beschaffenden Teile-Liste“ steht noch das 14-24 2.8 AF-S aber das will erst noch verdient werden... Stativ gehört m.E. immer in den Kofferraum eines Fotofreaks und da ist auch immer eins bei mir dabei. Halte ich neben einem guten Body und einer guten Tasche (muss das als Taschenfreak so sagen ggg) für eines der wichtigsten Artikel die man nutzen sollte! Wie sagte schon der alte Fritz Pölking, ein Bild mit Stativ ist komponiert, eins ohne ist geknipst!


    MadDog J: Beim Thema Weitwinkel ist immer das Extrem - Fischauge - irgendwie polarisierend. Einer sagt Spielerei, nimmste einmal dann nie wieder, andere sagen, legitimes künstlerisches Mittel. Was ist Eure Auffassung?

    big-L: Spielerei! Nachdem ich zu Canonzeiten drei mal „schwach“ wurde und meinte eins haben zu müssen habe ich schnell gemerkt – der Effekt ist genial und macht Spaß und genau so schnell sieht man sich an diesem Effekt satt. Das ist bei einem „echten“ korrigierten Weitwinkel wie einem 17-xx oder einem 14-xx (bei Crop einem 10-xx) m.E. nicht der Fall. Dieser Effekt ermüdet nicht so schnell und diese Linsen kann man deutlich öfter gebrauchen. Aber das ist sicher auch wie bei vielen anderen technischen Vorlieben absolute Geschmackssache. Jedem das seine – meins sind Fisheye´s nicht.
    Piet: Ich stimme Jörg da in Teilen zu. Ein extremer Weitwinkel ist meines Erachtens nach für Architekturaufnahmen nicht zu gebrauchen. Die Verzeichnungen sind einfach zu groß. Aber trotzdem möchte ich es für die Street- Fotografie gerne noch ausgiebiger ausprobieren. Ich glaube, dass sich da einige Ideen klasse umsetzen lassen. Was ebenfalls nicht zu verachten ist, ist der Nutzen eines extremen Weitwinkels bei Panoramaaufnahmen. Da wünsche ich mir schon so manches mal ein bisschen mehr Winkel am Weit *schmunzelt*. Kurzum, ich denke über eine Anschaffung nach, aber zur Zeit gehen andere Investitionen vor.


    MadDog J: Ich weiß, ist persönlich, aber unter anderem dazu ist der Blog ja da. Zur Diskussion gestellt, was macht für Euch eine gelungene Weitwinkel Aufnahme aus?

    Piet: Symmetrie und Bildausschnitt sind elementar wichtig. Die Position und Stimmung darf man ebenfalls nicht verachten. Eine unsymmetrische und unmittige Frontalaufnahme zum Beispiel, wird das Auge beim Betrachten nicht verzeihen. Währenddessen eine Hervorhebung eines Teilausschnitts und die dadurch notwendige unsymmetrische Darstellung, unter Umständen ein gutes Foto ergeben kann. Das Auge orientiert sich beim Betrachten ebenfalls an Linien eines Bauwerks. Hier können die Kissen- und Tonnenförmigen Verzeichnungen, die sich beim Einsatz eines herkömmlichen Weitwinkelobjektivs zwangsläufig ergeben, ebenfalls zu einem visuellen Problem werden. Abhilfe schaffen hier leider nur die teuren Tilt/Shift Objektive. Alles in allem muss das Gesamtarrangement eines guten Fotos stimmen und dazu gehören sicher auch die genannten Punkte, sowie die Form und die Struktur. Dabei ist es egal, ob es sich um Stahl, Glas, Beton, Holz oder was auch immer handelt. Alles kann seinen Reiz haben.
    big-L: Das möchte ich nicht verallgemeinern, das macht bei mir die Stimmung, die Motivlage und das Ziel aus was mich dann in dem jeweiligen Moment wirklich eine gelungene Aufnahme ausmacht. Regeln sind wichtig aber nicht unbedingt immer einzuhalten. Ein guter Fotograf twitterte vor kurzen den Satz: „Ein fotografischer Anfänger wäre dumm wenn er Grundregeln der Fotografie nicht ernst nehmen würde, ein Profi wäre dumm wenn er Regeln zu ernst nehmen würde.“ Ich denke man kann es nicht wirklich verallgemeinern.


    MadDog J: Piet, Du hast das Rathaus Bild ja nachbearbeitet, hast Du noch ein "Roh" … "Ferddisch" Workbook? So zum Lernen für Deine Fans?

    Piet: Ja, klar! Die Fotos sind HDRs und mittels Tonemapping nachbearbeitet. Um hier ein gutes Ergebnis zu erzielen bedarf es eines guten Ausgangsmaterials, sprich guter Ausgangsfotos. Ich habe für das „tonegemappte“ Rathaus Hannover insgesamt rund 10 Bilder benötigt und genutzt. Kamera an, rauf aufs Stativ, Blende 13 (hier muss man variieren) eingestellt und unterschiedliche lange Belichtungen mittels Weißabgleich erstellt (von 4 Sek. bis zu 30 Sek.). Ich habe hier gute Erfahrungen mit 10 Aufnahmen gemacht, ob es ein paar mehr oder weniger sein sollen, entscheidet ihr am besten vor Ort und nach den äußeren Umständen wie dem Umgebungslicht. Zum Zusammenfügen und anschließendem Tonemapping gibt es meines Erachtens nach nichts besseres als Photomatix. Übrigens auch als Plugin für Aperture erhältlich.

    MadDog J: big-L, auch an Dich die Frage. Wenn einer sich in Pano versuchen möchte, hast Du vielleicht ein "easy how to work" z.dt. Kurzanleitung mit Vorher/Nachher?

    big-L: Nein das habe ich nicht. Als Anfänger nutzt die Software die meistens bei den Cams dabei ist. Autostitch ist auch eine sehr gute Stitching Software die wirklich selbst erklärend ist. Ich selbst benutze PanoramaFactory auf dem Mac. Diese SW ist einfach und dennoch professionell genug. Also sowohl für einen Anfänger dieser Thematik und auch für einen Fortgeschrittenen sehr gut nutzbar und die ca. 50 Euro/Dollar sind es wert. Ich stitche erst und dann bearbeite ich in SW oder so ... erst zusammensetzen, dann bearbeiten. Andere machen es in der Reihenfolge anders. Viele Wege führen nach Rom .. äh zum guten Pano!

    MadDog J: Hmm … sieht aus, als wenn neben Reportage Fotografie auch noch eine echte "Weitwinkel Kunst" Ihre Berechtigung hat? Habt Ihr vielleicht Vorbilder oder Bücher gelesen, die Euch da bestärkt haben?

    big-L: Ich möchte auch hier nicht EINEN oder EINE rausgreifen. Ich mag es sehr abends auf der Couch im WWW zu stöbern. Flickr, Fotocommunity, unsere canikon Galerie, View oder PBase – alles hervorragende Plattformen um sich Ideen und Anregungen zu holen. Ja, ich lebe Online und empfehle es jedem – holt Euch Anregungen bei anderen und versucht diese Bilder nachzumachen. Wir arbeiten digital und es kostet im Prinzip nichts aus Ausschuss zu lernen.
    Piet: So ist es, Jörg! Wobei ich so weit gehen würde zu sagen, dass man die gesehenen Bilder nicht nachmachen, sondern eigene Ideen verwirklichen sollte. Ich würde mir nicht anmaßen, überhaupt einen guten Panorama, oder Architekturfotografen nachahmen zu können. Aber ich habe eigene Ideen und nutze die Technik, die andere schon vorher genutzt, oder sogar entwickelt haben, um meine Fotos zu erstellen. Ich würde auch das Thema Fotobände/Fotobücher nicht unterschätzen, ebenso gute Fachmagazine bieten eine Vielzahl an Anregungen die ich gerne nutze und umsetze. Ansonsten gilt, geht mit Freunden, Bekannten und vor allem canikon Usern los und fotografiert zusammen. Diskutieren, abschauen, besser machen, das ist das Motto.


    MadDog J: Piet, es geht das Gerücht, dass man für Weitwinkel Shots besser die Pupillen mit Tollkirschen Saft weiten sollte, um eine Vorstellung von 17mm Fotos zu haben? Ist das echt so?

    Piet: Also, es geht doch nichts über eine prä-mentale Ausdehnung mit bewusstseinserweiternden und noch dazu gesunden, gut riechenden und gut aussehenden, duftenden, überaus erregenden und vor allem seltenden und leider in der Öffentlichkeit sehr geschundenen pflanzlichen Elementen der Natur! Eindeutig „Ja“! Nur so erhalte ich die erweiterte Sehkraft der 17mm! Von den Panoramaaufnahmen möchte ich hier und jetzt noch gar nicht sprechen. Das ist ein anderes Thema... *nestelt an seinen Blättchen rum*

    MadDog J: big-L, dann stimmt aber auch, dass Du der Erfinder der Kugelkopf Stative und der Panoramafotos bist. Es geht die Saga, Du musstest ein AntiAgressionstraining machen, weil Du bei einem shot Deiner Cam eine geschallert hast und die mit 10 Serienbildern die perfekte Vorlage für´n Pano geliefert hat. Schade nur fürs Stativ, das war rundgekugelt …. nein nich hauen …. aahhrrrggg …

    big-L: Mad, ich gebs ehrlich zu ich habe die Frage jetzt drei mal gelesen – ich verstehe diese genau so wenig wie Deine Kunstbeiträge – finde sie aber dennoch genial. Und zu Erfindung der Glühlampe und des Dreibein Statives nur so viel – egal wer es war – es war nötig und genial!

    MadDog J: Generationen von Architekten bemühen sich - ok ausser Hundertwasser - um klare gerade Linien und Strukturen und was macht Ihr - 17 mm rauf und schon biegt und beugt sich die Realität an Eurem Siliziumchip … Es galt, eine Linie ist die Verbindung zwischen zwei Punkten - seit CANIKON: es sei denn Ihr bekommt vor die Linse … ich verurchteile solch schändliches physikalisches herumgeopte … los rechtfertigt Euch!!!

    big-L: Häää, was will er der Mad? Wer hat denn Ihm die Linse verbogen? Gibt es für PT-Lens auch einen „Mach dem Mad seine Fragen-verständlich“-Modul???
    Piet: Also das ist so nicht ganz richtig, Frank Gehry zum Beispiel verbiegt auch ganz gerne mal die Linie, wir sind also nicht alleine! Und vor allem heisst es ja „Wenn der Architekt nichts weiß, zieht er einen Kreis“... In so fern reichen 17mm überhaupt nicht aus! Das ist doch hier die Message, mein lieber Mad!


    MadDog J: Hihihi ... äähhmmm ... seriös guck ...Vielen Dank an Euch für das Interview. Ich möchte Euch zum Abschluß die Gelegenheit geben Euren Fans die "Weite Sicht der Dinge" zu offenbaren …

    Piet: Ich habe Fans? *guckt sich hektisch um* ... Wie so oft im Leben gibt es gute und schlechte Tage. Das gilt natürlich auch beim Fotografieren. Bei aller Gram an einem schlechten Tag, lasst euch nicht unterkriegen, schlaft drüber und macht es dann besser. Und zwar so lange bis euch, bis DIR das Bild gefällt. Technik ist nicht alles, dass Auge muss geschult sein und das Wetter muss die Stimmung haben, die du in deinem Bild mit deinem Motiv festhalten möchtest. Nur dann wirst du feststellen, dass auch das vermeintlich schnödeste Gebäude und die vermeintlich langweiligste Landschaft auch ihren Reiz hat und ein gutes Bild ergeben kann. Amen. Und jetzt geh raus und zeig uns anschließend deine Fotos bei canikon!
    big-L: Testen, Testen und nochmals Testen! Macht Euch eure eigene Meinung und Euer eigenes Bild. Meinungen anderer sind wichtig aber viel wichtiger ist das Euch das Ergebnis gefällt oder denen die es von Euch haben wollen! Das Ergebnis zählt und nicht der Weg dorthin, will sagen, nicht die Technische Ausrüstung macht das Bild sondern Ihr – und das am besten vorher im Kopf bevor der Auslöser gedrückt wird!
     
    #1 MadDog J, 4. Oktober 2009
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 5. Oktober 2009